FUNiño Weiterbildung

07.04.2017

Nachtrag zur Weiterbildung am 01.04.2017

Von 16  zu 6 Spielern – Professor Lochmann über FUNiño

 

„In der Natur hat alles seinen geregelten Ablauf“, so Horst Wein in der Einleitung seines Buches „Spielintelligenz im Fußball kindgemäß trainieren“. Sein Werk beschäftigt sich unter anderem mit FUNiño, eine Reihe von kleinen  Spielformen, die genau die Prozesse beleuchtet, um das Fußballspiel kindgerecht und schrittweise zu trainieren. Da viele Trainer nicht die notwendige Geduld mitbringen und FUNiño nicht in ihre Übungsstunden integrieren, weisen immer mehr schwächere Kinder frustriertes Verhalten auf, beispielsweise beim klassischen 7 gegen 7. Problem bei dieser Form des Spiels: Um den ballführenden Spieler bildet sich ein Haufen, der der Ball um jeden Preis bekommen will, der Torwart steht als passives Mitglied nur im Tor und zwei Spieler der Mannschaft sichern kontinuierlich den Strafraum vor einem möglichen Angriff ab. Die Folgen des Spiels lassen sich leicht erkennen. Bewegeungsarmut einiger Spieler ist ebenso häufig zu beobachten wie Frustration. Auch der Trainer findet beim 7 gegen 7 kein Anhaltspunkt zu coachen und verfällt ebenfalls in aggressivere Verhaltensmuster.

 

Mit FUNiño zu maximalem Spaß am Ball

 

Professor Dr. Dr. Matthias Lochmann, Dozent an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen, beleuchtete all diese Probleme und zeigte somit die Vorteile des FUNiño auf. Bei seiner Weiterbildung am 1. April im VIP-Zelt des FC Carl Zeiss Jena zeigte Lochmann mittels selbsterstellten Videos das Problem des 7:7 bei zu jungen Kindern, die meist noch kein klares Verständnis vom Erkennen von Räumen haben und bot mit den von Horst Wein entwickelten Spielformen wie dem 3:3 auf vier kleine Tore die Alternative, um alle Ressourcen der Kinder, wie physische, psychische oder auch taktische, vollständig auszuschöpfen.  Nicht-Teilnahme am Spiel kommen hierbei ebenso wenig vor wie Unzufriedenheit über die eigene Leistung.

Ein weiterer Vorteil: Alle Kinder können gleichzeitig spielen. Der Ligagedanke bleibt trotzdem erhalten, da im sogenannten Kaiserturnier auf mehreren Felder um Auf- und Abstieg gekämpft wird

Der Trainer entgeht so auch der altbekannten „Qual der Wahl“, welcher seiner Spieler eingesetzt wird und welcher als Ersatzspieler fungiert oder gar nicht nominiert wird. Äußerst selten nimmt ein Spieler nicht aktiv teil, er ist höchstens ein Rotationsspieler, der bei einem Tor sofort wieder auf das Feld darf.

Dass FUNiño nicht nur als Konzept eine gute Idee ist, zeigen die Diagramme beispielsweise zu Laufwegen oder Herzfrequenzen. Beide Werte steigen im Gegensatz zum 7:7 Modell deutlich an.  

 

Keine Neuheit in Jena

 

Als Abschluss des insgesamt vierstündigen Vortrages wurden auch noch mit 24 Kindern der FCC Talent- und Fußballschule einige FUNiño-Formen mit detaillierten Erklärungen von Lochmann gespielt. In Jena ist man mit FUNiño bereits bestens vertraut. In den Einheiten der Talenteschule, als auch in den FCCferienCamps  wird nach Wein´schem Konzept gelehrt

Alles in allem ein gelungener Tag für die Entwicklung in Deutschland.

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